Auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft

Menschen dieser Welt

Das Motto der Europäischen Akademie für Inklusion lautet „Menschen dieser Welt“. Das Konzept der Akademie geht von der Vielfalt menschlichen Daseins aus. Die gleichberechtigte Teilhabe aller am Leben in der Gesellschaft steht dabei als Ziel im Mittelpunkt.

Ethische, sozialpolitische und anthropologische Überlegungen spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Die UN-Menschenrechtskonvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen aus dem Jahr 2008 und Artikel 3 des Grundgesetzes (1996) sind Beispiele für normative Beschlüsse, auf die sich die Arbeit der Akademie bezieht.

Das Konzept der Inklusion versteht die Akademie daher konsequent als alle gesellschaftlichen Bereiche betreffend. Der uneingeschränkte Respekt vor der Verschiedenheit des Menschen ist die Grundlage. Inklusion bedeutet nicht eine Anpassung des Menschen an die Institutionen, sondern erfordert umgekehrt deren Veränderung. Diese Gedanken werden als Herausforderung und richtungsweisend auf dem Weg zu einer humaneren Gesellschaft verstanden werden.

Inklusion

  • Inklusion bedeutet die uneingeschränkte, selbstverständliche Teilhabe aller Menschen in allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens, unabhängig von Alter, sozialem Status, Krankheit, Behinderung, ethnischer Herkunft, Geschlecht oder Religion.
  • Inklusiv denken heißt von Lebenswelten auszugehen,in denen alle Menschen in ihrer Verschiedenheit willkommen sind.
  • Inklusion verwirklicht sich im konkreten Zusammenleben in der Gemeinde, in der Schule, in der Kindertagesstätte, in der Nachbarschaft, in der Ausbildung, in Vereinen…
  • Inklusion braucht entsprechende Rahmenbedingungen. Dazu gehören die Gestaltung einer verlässlichen und barrierefreien Infrastruktur für alle Bürgerinnen und Bürger und die Berücksichtigung der Bedürfnisse und Unterstützungsbedarfe von benachteiligten Menschen.
  • Inklusive Kulturen schaffen braucht Zeit und geht nicht „von heute auf morgen“.
  • Inklusion setzt die UN-Menschenrechtskonvention aus dem Jahre 2008 um.
  • Inklusion bedeutet nicht Anpassung des Menschen an die Organisation, sondern Anpassung der Organisation an den Menschen.

Ziele der Europäischen Akademie für Inklusion

Als überregionale, trägerübergreifende und parteiunabhängige Organisation wollen wir

•    die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Fragen der Inklusion kritisch begleiten;
•    Forschungsprojekte über Erfahrungen mit Inklusion initiieren;
•    praktische Erfahrungen mit Inklusion aufgreifen und reflektieren;
•    die Umsetzung theoretischer Ansätze in die Praxis unterstützen;
•    Einrichtungen vor Ort bei der Umsetzung von inklusiven Projekten unterstützen;
•    die interdisziplinäre Zusammen-arbeit in der pädagogischen und psychosozialen Praxis befördern;
•    Fort- und Weiterbildungen anbieten.

Umsetzung

Eine Realisierung und Förderung der Inklusion ist ohne professionelle Unterstützung kaum denkbar. Das IBAF mit seinen Aus-, Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen Pflege, Psychiatrie, Sonder- und Sozialpädagogik, Gesundheit, Arbeit und besonders den Ausbildungen gehörloser Menschen wie auch das Regionale Berufsschulzentrum der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster mit den Fachschulen für Heilerziehungspfleger/innen und für Heilpädagogik bringen in die Europäische Akademie für Inklusion ihre Kompetenzen ein. Beide Bildungseinrichtungen werden als Träger der Akademie Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen anbieten bzw. sich als Moderatoren entsprechender Prozesse anbieten.

Partner

  • Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein
  • Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein
  • Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung Schleswig-Holstein
  • Diakonisches Werk Schleswig-Holstein Landesverband der Inneren Mission e.V.
  • Lebenshilfe Schleswig-Holstein e.V.
  • Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein
  • Berufs- und Fachverband Heilpädagogik e.V.
  • Gesellschafter des Instituts für berufliche Aus- und Fortbildung