Auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft

Menschen im Alter

In Deutschland ist etwa jeder Vierte über 60 Jahre alt. Wegen der seit langem niedrigen Geburtenraten und der steigenden Lebenserwartung hat die deutsche Gesellschaft nach Japan und Italien weltweit den dritthöchsten Anteil an älteren Menschen.

 Ihre Lebensformen und Lebensstile haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die überwiegende Mehrheit der älteren Menschen wohnt heute selbstständig. Sie leben meist in der Nähe ihrer Kinder und haben zu diesen regen sozialen Kontakt.

 Die „jungen Alten“, die jünger als 75 oder 80 Jahre sind, sind meist auch gesundheitlich in der Lage, weiterhin ein selbstständiges Leben mit neuen Zielen zu führen und ihre Freizeit aktiv zu gestalten. Dennoch gibt es sie, die „Einsamkeit im Alter“, wenn auch nicht so stark ausgeprägt wie in vielen klischeehaften Schilderungen, die „Einsamkeit“ und „Alter“ nahezu synonym setzen.

 Auch in der zunehmend „älteren“ Gesellschaft besteht Alterdiskriminierung, besonders auf dem Arbeitsmarkt, wo es jenseits der 50 oft schwer ist, eine Stelle zu finden. Wichtig wird es daher für eine gelungene Inklusion von älteren Menschen in Zukunft sein, neue Modelle des Zusammenlebens, wie etwa in Mehrgenerationenhäusern, der Pflege und der altersgerechten Arbeit zu finden. Ein Bereich, in dem die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen bereits ausgesprochen gut gelingt, ist deren vielseitiges ehrenamtliches Engagement.