4. Fachtag der Europäischen Akademie für Inklusion : „Kritische Zwischenbilanz und Ausblick: Inklusion in Schleswig-Holstein zwischen Anspruch und Wirklichkeit“

Der Einladung zum Abschlussfachtag der Reihe "Sozialraum und Inklusion" folgten 150 Teilnehmer aus ganz Schleswig-Holstein und aus Hamburg. Jeder Teilnehmer konnte eine Textsammlung mit nach Hause nehmen, in der alle Vorträge und Praxisbeispiele der Reihe "Sozialraum und Inklusion" aus den Jahren 2011 und 2012 veröffentlicht sind. Die Vorträge des Fachtages finden Sie auch zum Download am Ende dieses Textes.

Das Ziel der Veranstaltung war es, eine Zwischenbilanz über den Stand der Inklusion in Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit zu ziehen. Wie weit konnte das gesellschaftliche Leitziel der Inklusion umgesetzt werden, nachdem die UN-Behindertenrechtskonvention seit dreieinhalb Jahren geltendes Recht ist?

Mit Sachverstand und viel Humor übernahm Andreas Hamann, Geschäftsführer der IBAF gGmbH die Tagesmoderation. Gebärdensprachendolmetscherinnen übersetzten die Vorträge und Diskussionen des Tages für die gehörlosen Teilnehmer.

Die politischen Grußworte hielten Kristin Alheit, Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein, und Dr. Ulrich Hase, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein.

In ihrem wissenschaftlicher Auftaktvortrag stellte Prof. Dr. Iris Beck, Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Hamburg und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats zur neuen Behindertenberichterstattung, den neuen Behindertenbericht und seine Lebenslagenorientierung sowie die gravierenden Lücken, die in der bisherigen Behindertenberichterstattung der Bundesregierung klafften, vor.

Wiebke Lawrenz von der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft präsentierte den „Kommunalen Index für Inklusion“ der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, bei dem es sich um ein äußerst praktisches Handwerkszeug zur Initiierung und Begleitung von Inklusionsprozessen in unterschiedlichsten Organisationsformen, aber auch in Kommunen und städtischen Quartieren handelt.

Jens Christof Krabbenhöft, Bürgermeister der Gemeinde Lindau, und Kathrin Neve, Inklusionsbeauftragte der Gemeinde Lindau, berichteten darüber, wie in Lindau mit viel persönlichem Engagement und großer Hartnäckigkeit der Inklusionsprozess in Gang gebracht wurde und welche weiteren Schritte geplant sind. Die Gemeinde Lindau hat als einziges Dorf als Pilot-Gemeinde an der Umsetzung des „Kommunalen Index für Inklusion“ mitgewirkt und zeigt, wie Inklusion in praktischer Anwendung auch in einer kleinen Ortschaft in Schleswig-Holstein möglich ist.

Außerdem fand im Anschluss an die Vorträge eine Podiumsdiskussion mit vielen der Beteiligten statt, zu der auch Pastorin Claudia Zabel als Vertreterin der Initiative Kropp für alle eingeladen war. Kropp für alle war bereits beim Auftaktfachtag zu Gast gewesen und steckte im März des Jahres 2011 noch in seinen Anfängen, während Pastorin Claudia Zabel von großen Fortschritten und einer kontinuierlichen Weiterführung des Prozesses in Kropp berichten konnte.

Die Gemeinden Lindau und Kropp verbindet der Ansatz, dass jeweils alle Mitglieder der beiden Gemeinden in die Inklusionsbemühungen und Projekte miteinbezogen werden, was sich als nachhaltiges Erfolgsmodell erweist und auch dem Begriff der Inklusion gerecht wird, der oftmals als mit alleinigem Bezug auf Menschen mit Behinderungen missverstanden wird. Inklusion aber heißt, alle Gesellschaftsmitglieder einzubeziehen und zu beteiligen.

Das Schlusswort zur Veranstaltung, das die Ergebnisse der Reihe "Sozialraum und Inklusion" in prägnanten Kernthesen zusammenfasste, hielten Jörg Leppin, Schulleiter der Elly-Heuss-Knapp-Schule-Neumünster, und Dr. Martin Stahlmann, Abteilungsleiter des Fachbereichs Heilpädagogik der Elly-Heuss-Knapp-Schule.

 

 

Grußwort von Kristin Alheit, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein

Grußwort von Dr. Ulrich Hase, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung des Landes Schleswig-Holstein

Vortrag von Prof. Dr. Iris Beck, Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Hamburg und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats zur Berichterstattung der Bundesregierung über die Teilhabe behinderter Menschen „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

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Projektbeschreibung der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Bonn Vernetzung und gemeinschaftliches Engagement zur Entwicklung eines inklusiven Gemeinwesens Erfahrungen mit dem „Kommunalen Index für Inklusion“

Projektbeschreibung_der_Montag_Stiftung_Jugend_und_Gesellschaft.doc

Vortrag von Kathrin Neve, Inklusionsbeauftragte der Gemeinde Lindau: Inklusion in Lindau

Vortrag_von_Kathrin_Neve.doc

Vortrag von Jens Christof Krabbenhöft, Bürgermeister der Gemeinde Lindau

Vortrag_von_Jens_Christof_Krabbenhöft.doc

Schlusswort von Jörg Leppin, Schlleiter der Elly-Heuss-Knapp-Schule-Neumünster, und Dr. Martin Stahlmann,Abteilungsleiter des Fachbereichs Heilpädagogik der Elly-Heuss-Knapp-Schule-Neumünster

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