Sozialraum und Arbeitslosigkeit

Am 13.06.2012 fand im Kiek in (Neumünster) der letzte Workshop der Reihe „Sozialraum und Inklusion“ leider nicht statt, da sich zu wenige Teilnehmer angemeldet hatten. Die Reihe hat bisher über 400 Besucher aus ganz Schleswig-Holstein angezogen und sich zum Ziel gesetzt, zu verdeutlichen, dass sich das Thema der Inklusion nicht nur auf Menschen mit Behinderungen bezieht, sondern auf alle Bürger, besonders aber auf diejenigen, die von gesellschaftlichem Ausschluss bedroht sind, wie Arbeitssuchende und Menschen in prekären Lebens- und Arbeitssituationen.

Da ein hoher Werbeaufwand betrieben wurde, und die bisherigen Veranstaltungen, die sich, bis auf das Thema des Zusammenlebens von Jung und Alt, auf Menschen mit Behinderungen bezogen, ausgesprochen gut besucht waren, bleibt festzustellen, dass "Inklusion" offenbar ausschließlich mit Menschen mit Behinderungen in Verbindung gebracht wird, was leider an der Intention des Begriffs, alle Mitglieder einer Gesellschaft miteinzubeziehen, vorbeiläuft.

Die Themen des Workshop lauteten: Das neue Prekariat: Wie kann aus der Verwaltung neuer Armut der Wandel hin zur aktiven Teilgabe und Inklusion von Arbeitssuchenden gelingen? Welche sinnvollen Maßnahmen gibt es? Welche gesellschaftlichen Gruppen rücken durch den demografischen Wandel als potentielle Arbeitskräfte mehr in den Mittelpunkt? Wie gehen die Arbeitssuchenden mit ihrer Situation um?

Die wissenschaftliche Referentin wäre Natalie Grimm, Diplom Sozialwirtin; wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hamburger Institut für Sozialforschung, mit dem Vortrag: „Prekarität als Dauerzustand. Erwerbsbiographien in der Zwischenzone der Arbeitswelt“gewesen.

Maren Raguse, Verantwortliche, hätte das „Zukunftsprogramm Arbeit“ des  Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Schleswig-Holstein vorgestellt.

Rolf Behnke, Geschäftführer der HAA Hamburger Arbeitsassistenz gemeinnützige GmbH, hätte gemeinsam mit Philip Greite, dem durch eine Qualifizierungsmaßnahme der HAA der Schritt in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis gelang, die Arbeit seiner Organisation präsentiert.

Außerdem wäre die Fotoausstellung „Ungeschminkt“ – der Diakonie Schleswig-Holstein zu sehen gewesen, die Bilder der Armut in Schleswig-Holstein zeigt.

Da Frau Grimm ihren Vortrag nicht gehalten hat, kann sie diesen auch nicht als Fließtext zur Verfügung stellen. Infomaterial zum "Zukunftsprogramm Arbeit" erhalten Sie im Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein. Angefügt ist eine Projektbeschreibung der Tätigkeiten der Hamburger Arbeitsassistenz von Rolf Behnke.

 

 

Projektbeschreibung der HAA

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