Sozialraum, Alter, Jugend und die Veränderung der Stadt

Der dritte Workshop der Reihe "Sozialraum und Inklusion" am 06.03.2012 mit 50 Teilnehmern im “Kiek in“ in Neumünster, stand unter dem Motto  „Sozialraum, Alter, Jugend und die Veränderung der Stadt.“

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Ulrich Wiethaup, Direktor der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster, übernahm Dr. Martin Stahlmann, Abteilungsleiter des Fachbereichs Heilpädagogik der Elly-Heuss-Knapp-Schule, schwungvoll die Tagesmoderation der Veranstaltung, die sich mit den folgenden Fragen beschäftigte: Demografischer Wandel und Sozialraum: Wie verändern sich unsere Gesellschaft und unsere Städte? Wie strukturieren sich Sozialräume und die Beziehungen zwischen den Generationen neu? Wie verändern sich die Strukturen im ländlichen Raum durch den demographischen Wandel? Was können Alte und Junge voneinander lernen und wie können sie zusammen leben?

Die wissenschaftliche Referentin des Workshops war Jutta Hansen von der Forschungsgruppe Gerontologie des Instituts für Sozialwissenschaften der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Der Titel ihres Vortrages lautete: "Herausforderungen für die Quartiersentwicklung aus gerontologischer Sicht".

Als Praxisbeispiele waren das Modellvorhaben "Demografischer Wandel - Region schafft Zukunft" des Kreises Nordfriesland und die Körber Stiftung Hamburg der Einladung gefolgt.

Birgit Stephan vom Modellvorhaben "Demografischer Wandel - Region schafft Zukunft" des Kreises Nordfriesland machte mit ihrem Vortrag "Gesellschaftliche Herausforderungen annehmen - kommunale Gestaltungsspielräume konsequent nutzen" sehr anschaulich deutlich, welche Hürden es bei der sozialräumlichen Umsetzung von Inklusionsprojekten zu überwinden gilt, aber vor allem zeigte sie, welche strukturellen Veränderungen und welche Verbesserungen der Lebensqualität für alle Bürger eines solchen Sozialraums, insbesondere durch das Modell des „Familienrats“ bewirkt werden können. Der Kreis Nordfriesland ist ausgewählte Modellregion für das Modellvorhaben "Demographischer Wandel - Region schafft Zukunft" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Constanze Claus, Leiterin des Bereich Kommunikation des „BegegnungsCentrum Haus im Park“ der Körber Stiftung Hamburg, stellte zunächst das Projekt mit einem kurzen Film vor, der eindrucksvoll belegen konnte, wie vielfältig die Angebote des Begegnungszentrums sind. Außerdem wurde sie begleitet von drei Teilnehmenden der Jung-Alt-Projekte und einer Lehrerin der Gesamtschule Bergedorf, Antje Böker, deren Schule eng mit dem Zentrum zusammen arbeitet.

Die beiden Schülerinnen Tugce Topal und Ann-Katrin Salzmann und die Seniorin Bertrun Günther stellten gemeinsam das langjährige Projekt des „Kollektiven Gedächtnis“ vor, bei dem Zeitzeugen von alten und jungen Menschen gemeinsam nach ihrer Lebensgeschichte befragt und die Interviews ebenfalls gemeinsam dokumentiert und veröffentlicht werden. Das „BegegnungsCentrum Haus im Park“ ist ein innovatives Projekt für die Förderung selbstbestimmten Lebens im Alter in der Mitte der Gesellschaft und für den regen Austausch und Kontakt zwischen den Generationen.

Der Workshop war geprägt von vielfältigem Austausch und von lebendigen Diskussionen. Die Vorträge des Workshops und Information zu den Praxisbeispielen finden Sie hier:

 

Vortrag von Jutta Hansen

Vortrag_Jutta_Hansen.pdf

Vortrag "Kollektives Gedächtnis" der Körber-Stiftung

Das_Haus_im_Park.docx

Begegnunscentrum "Haus im Park"

HausimPark_010.jpg

"Kollektives Gedächtnis"

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